4GV: UN-Zulassung für Gefahrgutverpackungen
4GV: UN-Zulassung für Gefahrgutverpackungen
4GV ist eine UN-Zulassung für Gefahrgutverpackungen aus Pappe. Kartons mit dieser Kennzeichnung dürfen als Außenverpackung für Gefahrgut genutzt werden – mit flexibel wählbaren Innenverpackungen. Zusätzlich kommt es auf die Einhaltung der Vorgaben des Zulassungsscheins an.
Was bedeutet die Kennzeichnung 4GV?
Bei der Kennzeichnung UN 4GV handelt es sich um eine UN-Zulassung für Gefahrgutkartons. Ein Karton mit der Kennzeichnung darf als Außenverpackung für das Gefahrgut genutzt werden. Es kommt jedoch darauf an, dass der Versand in einem Karton aus Pappe beim jeweiligen Gefahrgut erlaubt ist. Das System 4GV ist eine flexibel einsetzbare Lösung.
Bei 4GV ist der Transport ohne zusätzliche Prüfungen möglich, wenn viele Füllgüter verschickt werden müssen, für die abgewandelte Prüfungen notwendig sind, oder wenn die Zusammensetzungen beim Transport ständig wechseln. Für die Zulassung wird das höchste anzunehmende Gefahrenpotenzial angesetzt. Dafür werden Glaskörper mit maximalem Gewicht und saugfähiges Polstermaterial angewendet.
Im Europäischen Übereinkommen für den grenzüberschreitenden Transport für Gefahrgut (ADR) sind diese Vorgänge beschrieben. Das zulässige Gesamtgewicht der Verpackung wird reduziert:
Die Bruttomasse der bei der Prüfung verwendeten Innenverpackungen wird halbiert. Zusätzlich müssen die Gewichte von Außenverpackung, Polstermaterial und eventuell einer Innenausstattung als maximal mögliches Bruttogewicht angesetzt werden.
Bei der Verwendung von Innenverpackungen darf sich deren Abstand zueinander und zur Innenwand der Außenverpackung gegenüber den bei der Prüfung festgestellten Abständen nicht verringern.
Unterschiede zwischen 4G und 4GV
Bei UN 4G handelt es sich um eine weitere UN-Zulassung für Gefahrgutkartons. Viele Gefahrgutkartons verfügen sowohl über eine 4G-Zertifizierung als auch über eine 4GV-Zertifizierung.
Nur mit der dafür vorgesehenen, geprüften Innenverpackung verwendbar.
Test für Außen- und Innenverpackung erforderlich.
Festgelegte Füllgüter.
Mit unterschiedlichen Innenverpackungen verwendbar.
Prüfung mit dem höchsten anzunehmenden Gefahrenpotenzial.
Flüssige und feste Gefahrstoffe der Verpackungsgruppen I, II und III.
Kriterien für die Auswahl des geeigneten 4GV Kartons
Ein 4GV Gefahrgutkarton kann mit Innenverpackung genutzt werden. Sollte für mehr Sicherheit eine Innenverpackung verwendet werden, ist sie zunächst auszuwählen. Erfolgt der Versand in einer Sammelverpackung, ist die Innenverpackung nicht kennzeichnungspflichtig. Beim Versand per IATA-Luft muss die Innenverpackung dem vorgeschriebenen Innendruckunterschied standhalten.
Ist die Innenverpackung vorhanden, erfolgt die Auswahl des 4GV-Kartons. Dabei sind die folgenden Kriterien zu beachten:
- Innenmaß: Die Innenverpackung muss kleiner als das nutzbare Innenmaß des Kartons sein.
- Mindestabstände: Werden mehrere Innenverpackungen verwendet, müssen zwischen denselben Verpackungen die Mindestabstände eingehalten werden.
- Bruttogewicht: Das Bruttogewicht der Innenverpackung muss kleiner als das maximale Bruttogewichtskennzeichen für den Karton sein.
- Indikatorgewicht: Das Bruttogewicht des versandfertigen Pakets muss dem Indikatorgewicht für den Karton entsprechen oder kleiner sein.
Wichtig beim Versand von Gefahrgut mit 4GV Verpackung
Wird Gefahrgut mit der Zertifizierung 4GV verschickt, sind diese Schritte einzuhalten:
-
1.Hinweise des Gefahrgut-Sicherheitsblattes für das jeweilige Versandgut prüfen.
-
2.Prüfen, ob der Gefahrgutkarton für das Gefahrgut zugelassen ist und der gewünschte Verkehrsweg genutzt werden darf.
-
3.Gefahrgutkarton mit einem Sicherheitsetikett kennzeichnen.
Passende Produkte: Zertifizierte Gefahrgutkartons mit 4G/4GV-Zulassung in verschiedenen Größen finden Sie direkt im Shop.