Durchschnittliche Lagerdauer
Durchschnittliche Lagerdauer
Die durchschnittliche Lagerdauer ist eine Kennzahl, mit der die durchschnittliche Anzahl an Tagen innerhalb eines bestimmten Zeitraums angegeben wird, die die Ware im Lager verbringt, bevor sie verkauft wird. Je länger dieser Zeitraum ist, umso länger ist das Kapital gebunden. Je kürzer die Lagerdauer ist, desto rentabler und effektiver arbeitet das Unternehmen.
Was versteht man unter durchschnittlicher Lagerdauer?
Die durchschnittliche Lagerdauer gibt Auskunft darüber, wie viele Verbrauchsperioden ein durchschnittlicher Bestand abdeckt, und stellt der Unternehmensleitung Informationen hinsichtlich der Lagerpolitik zur Verfügung, wie:
- das Einkaufsgeschehen und die Verkaufstrends besser abzuschätzen sind, um die Kosten für die Lagerhaltung zu senken.
- welche Produkte sich schnell am Lager drehen und welche stagnieren.
Zu beachten sind aber auch Gegebenheiten, die nicht unmittelbar beeinflussbar sind, wie z. B. der Beschaffungs- und Absatzmarkt.
Wie wird die durchschnittliche Lagerdauer berechnet?
Zur Berechnung der durchschnittlichen Lagerdauer wird die Umschlagshäufigkeit der Bestände durch die Anzahl der Tage eines Jahres oder einer Periode herangezogen. Zunächst wird die Umschlaghäufigkeit des Lagers berechnet, hierzu wird der Umsatz durch den durchschnittlichen Lagerwert geteilt. Anschließend lässt sich die durchschnittliche Lagerdauer mit dieser Formel ermitteln:
Ø Lagerdauer = Tage der Periode / Umschlaghäufigkeit des Lagers
Je kleiner das Ergebnis ausfällt, desto besser, denn das bedeutet, dass die Zeit, die benötigt wird, um den Bestand wieder in Bargeld zu verwandeln, geringer ist. Ein Vergleich des Wertes innerhalb der gleichen Branche sollte annähernd gleich ausfallen.
Aussagekraft für die Wettbewerbsfähigkeit
Der Wert gibt überdies der Unternehmensleitung Aufschluss über die Wettbewerbsfähigkeit. Steigt dieser im Vergleich zur Vorperiode, könnte dies ein Anzeichen dafür sein, dass der Prozess überprüft und Abhilfe geschaffen werden sollte. Mögliche Ursachen hierfür könnten sein:
- Verlangsamte Abverkäufe: Die Ware bleibt länger im Lager, als geplant war.
- Saisonale Schwankungen: Die Nachfrage verteilt sich ungleichmäßig über das Jahr.
- Einzelnes Produkt: Ein einzelnes Produkt hat eine viel längere durchschnittliche Lagerdauer.
- Höhere Herstellungskosten: Die Kosten für die Herstellung sind gestiegen.
Mittels einer eingehenden Analyse kann hier Abhilfe geschaffen werden.
Passende Produkte: Eine kurze Lagerdauer setzt effiziente Prozesse und passende Verpackungen voraus. Bei Smileypack finden Sie stabile Kartons für einen reibungslosen Warenumschlag.