Materialwirtschaft
Materialwirtschaft
Materialwirtschaft ist der Unternehmensbereich, der für das optimale Planen, Organisieren und Steuern der Aktivitäten verantwortlich ist, die mit dem gesamten Materialfluss zusammenhängen. Das Ausmaß unterscheidet sich zwischen den einzelnen Branchen und Unternehmen.
Was ist Materialwirtschaft?
Die Materialwirtschaft kann sich aus den folgenden Funktionen zusammensetzen: Beschaffungswirtschaft, Lagerwirtschaft, Materialverteilung und Abfallwirtschaft. Möglich ist, dass vereinzelte Funktionen anderen Unternehmensbereichen zugeordnet werden, wie z.B. dem Controlling oder dem Einkauf. Alles in allem ist die Materialwirtschaft an den wesentlichen Prozessen der Wertschöpfungskette innerhalb eines Unternehmens beteiligt. Ihr kommt dadurch eine tragende Rolle, in Bezug auf nötige Anpassungen und Flexibilität, zu.
Die Materialwirtschaft koordiniert und optimiert alle Prozesse, von der Lagerwirtschaft, über den internen Transport bis hin zum Bereitstellen der Materialien für die Fertigung. Das Ziel ist, die verschiedenen Kosten wie Vertriebskosten, Inventar, Materialbestand und Einkauf zu senken.
Die 6 Rs der Materialwirtschaft
Die 6 Rs der Materialwirtschaft beschreiben den Erwerb von Materialien und Dienstleistungen nach folgenden Kriterien:
- von der richtigen Qualität,
- am richtigen Ort,
- in der richtigen Menge,
- zur richtigen Zeit,
- aus der richtigen Quelle und
- zum richtigen Preis.
Die Rohmaterialien machen den Hauptanteil der gesamten Kosten aus und sind für das Erstellen des Endproduktes unverzichtbar. Da die Rohmaterialien unter anderem den wichtigsten Bestandteil des fertigen Produkts ausmachen, sind diese mit äußerster Sorgfalt zu behandeln. Die Materialkosten beeinflussen in hohem Maße die Produktionsrate und auch die Höhe der Erlöse, die ein Unternehmer letztendlich verdient.
Ziele der Materialwirtschaft
Das Ziel der Materialwirtschaft ist, eine ausreichende Versorgung mit den notwendigen Materialien zu garantieren und das zu den kleinstmöglichsten Gesamtkosten. Einige der grundlegendsten Ziele sind:
- Sachziele: Befriedigung des Materialbedarfs, materielle Liquidität.
- Formalziele: wirtschaftliche Ziele wie Kostenoptimierung, Erkennen und Umsetzen von Einsparpotenzialen sowie Vermeiden von Verschwendung.
- Sozialziele: Umweltschutz, Recycling, Imagepflege.
Der Anwendungsbereich der Materialwirtschaft ist sehr umfangreich. Zu den untergeordneten Funktionen, auch Materialplanung genannt, gehören z.B. die Materialplanung und -steuerung, der Einkauf, das Lager und die Bestandsführung.
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