Transportverpackung einfach erklärt

2022-06-30 07:29:00 / Neuigkeiten

Transportverpackung einfach erklärt

Überwiegend kommen Transportverpackungen im B2B-Bereich (Business-to-Business) zum Einsatz. In der Regel sind sie nicht für die Hände von Endverbrauchern bestimmt. Das unterscheidet sie von Verkaufsverpackungen. Vertreiber und Händler sind verpflichtet, die für die Transportverpackung verwendeten Materialien zurückzunehmen und dem Recycling beziehungsweise der fachgerechten Entsorgung zuzuführen.

Definition: Was ist eine Transportverpackung?

Bei einer Transportverpackung handelt es sich beispielsweise um Paletten, große Kisten oder Kartons mit einem hohen Fassungsvermögen. Häufig dienen sie der Aufnahme von einer größeren Menge ein und desselben Produkts. Die Transportverpackung schützt die Ware auf dem Transportweg von Händler zu Händler und bewahrt sie vor Stößen, Stürzen und Umwelteinflüssen wie Sonneneinstrahlung, Regen, Schnee, aber auch vor Berührungen, Staub und Schmutz. Transportverpackungen sorgen für einen reibungslosen Transport, aber auch für eine problemlose Lagerung der Ware. Teilweise sind Transportverpackungen auch als Versandverpackungen geeignet.

Beispiele für Transportverpackungen:

  • Kartons aus Wellpappe: Sie kommen beispielsweise zur Beförderung von Süßwaren, Tiernahrung und Konserven zum Einsatz.
  • Euro-Norm-Paletten (Flachpaletten): Schwere Waren wie Getränke, Konservendosen, Katzenstreu oder Waschpulver stehen bei der Anlieferung oft auf Paletten.
  • Fässer, Kanister und Behälter aus Metall oder Kunststoff: Zur Beförderung flüssiger Güter wie Motorölen und alkoholischen Getränken kommen diese Transportverpackungen zum Einsatz.
  • Transportkisten aus Holz oder Kunststoff: Das stabile Material ist geeignet für schwere Güter wie Metallteile. 
  • Verpackungen zum Schutz vor elektrostatischen Entladungen (ESD-Verpackungen): Elektronische Geräte werden in ESD-Verpackungen befördert.
  • Wickelfolien, Schutzfolien und Füllmaterialien: Auch Luftpolsterfolie, Schaumstofffolie und Verpackungschips gehören zu den Transportverpackungen.

Welche Arten von Transportverpackungen gibt es?

Transportverpackungen müssen unterschiedliche Anforderungen erfüllen. In erster Linie dienen sie der sicheren Beförderung der Ware. Handelt es sich um gefährliche Güter, ist zusätzlich der Schutz der Umgebung entscheidend. Bei der Konstruktion von Transportverpackungen finden verschiedene Faktoren Berücksichtigung: Dazu zählen die Herstellungskosten, die Art der verpackten Ware, der Transportweg und die anschließende Entsorgungsmöglichkeit. Die Größe und Beschaffenheit der Transportverpackung orientiert sich an der zu befördernden Ware beziehungsweise an der Verkaufsverpackung.

Beispiele für verschiedene Materialien:

  • Kunststoff: Transportverpackungen aus Plastik sind stabil, haltbar und hygienisch. Es gibt sie in faltbarer und in fester Form.
  • Karton: Der umweltfreundliche Werkstoff eignet sich als Transportverpackung für eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte.
  • ESD-Verpackungen: Elektronische Geräte stecken häufig in elektrisch leitfähiger Luftpolsterfolie und Beutel.
  • Holz: Hölzerne Transportverpackungen und Europaletten zeichnen sich durch eine hohe Stabilität und Umweltfreundlichkeit aus.

Welche Funktionen sollten Transportverpackungen erfüllen?

In erster Linie dienen Transportverpackungen dem Schutz der Ware. Sie sollten sich möglichst einfach stapeln, lagern und bewegen lassen. Der praktische Nutzen steht im Vordergrund. Meistens bleiben Transportverpackungen unbedruckt. Es gibt allerdings auch Firmen, die beispielsweise Kartonagen für Ihre Unternehmenswerbung nutzen und sie mit ihrem Slogan oder Logo versehen.

Folgende Funktionen und Anforderungen sollten Transportverpackungen erfüllen:

  • Schutzfunktion und Stabilität: Transportverpackungen bewahren die verpackten Güter vor Witterungseinflüssen (Sonne, Regen, Schnee, Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen) und Beschädigungen wie Stößen und Stürzen.
  • Qualitätssicherung: Transportverpackungen sorgen dafür, dass die Ware die Endverbraucher oder den Point-of-Sale im Bestzustand erreicht. Dadurch stellen Sie eine gleichbleibend hohe Qualität der Ware sicher.
  • Beförderungsfunktion: Die sichere Beförderung der Ware von A nach B ist eine der Hauptanforderungen an Transportverpackungen.  
  • Lagerungsfunktion: Teilweise ist es nötig, die Ware zu lagern. Auch dafür sollte sich eine Transportverpackung eignen. Im Idealfall ist sie stabil und stapelbar.
  • Informationsfunktion: In Transportverpackungen gelangt die Ware vom Hersteller in den Handel. Für ein einfaches Handling am Point-of-Sale sorgt eine lesbare Beschriftung. Diese gibt Aufschluss über den Inhalt und den Produzenten. Manchmal sind auch Platzierungshilfen oder Aufstellhinweise aufgedruckt.

Durch welche Eigenschaften sollten sich Transportverpackungen auszeichnen?

In der Regel werden Transportverpackungen im B2B-Bereich genutzt. Beim Online-Einkauf gelangen sie allerdings direkt zum Endverbraucher. Die Verpackung sollte sich also sowohl am Point-of-Sale als auch im privaten Haushalt leicht aufmachen lassen. Das Öffnen, die Entnahme der Ware und die einfache Rücksendung sind von entscheidender Bedeutung. Auch eine mühelose, umweltfreundliche Entsorgung der Transportverpackung ist wichtig.

Folgende Eigenschaften sind entscheidend:

  • Stabilität: Eine Transportverpackung wird häufig mehrfach gelagert, verladen und von einem Ort zum anderen gebracht. Stabilität ist eine der wichtigsten Eigenschaften für Transportverpackungen.
  • Langlebigkeit: Außerdem kommt es auf eine möglichst lange Lebensdauer an, denn die Schutzeigenschaften sollten nicht beeinträchtigt werden.
  • Einfache Handhabung: Transportverpackungen lassen sich im Idealfall einfach verladen, bewegen, öffnen und auspacken.  
  • Recyclingfähigkeit: Das Verpackungsgesetz (VerpackG) legt fest, dass Transportverpackungen nach ihrer Verwendung weder an den Hersteller zurückgegeben werden. Dementsprechend müssen sie wiederverwertbar sein.

Wie nachhaltig sind Transportverpackungen?

In privaten Haushalten fallen jährlich pro Person rund 80 Kilogramm Verpackungsmüll an. Laut Verpackungsgesetz (VerpackG) sind Hersteller und Verwender von Transportverpackungen gefordert, die Rückführung und das Recycling des Verpackungsmaterials sicherzustellen. Es gilt, unnötigen Müll zu vermeiden.

Die Nachhaltigkeit von Transportverpackungen hängt von ihrer Materialbeschaffenheit ab:

  • Verpackungschips aus Maisstärke sind biologisch abbaubar und eine umweltfreundliche Alternative zu Kunststoffchips.
  • Kartonagen bestehen zu 100 % aus recyclingfähigem Material.
  • Materialien wie Holz, Wellpappe und Biokunststoff sind ebenfalls umweltfreundlich, nachhaltig und praktisch.

Quellen:

https://www.lizenzero.de/blog/was-sind-transportverpackungen-begriffserklaerung-entsorgung-materialien/

https://verpackungsgesetz-info.de/

https://deutsche-recycling.de/verpackungsgesetz-beratung/transportverpackungen-verpackungsgesetz/

https://de.wikipedia.org/wiki/Transportverpackung